tariwiencke.de v1 – Meine erste Portfolio-Website
7. August 2024
Diesen Beitrag habe ich zum großteil von KI schreiben lassen. Dies ermöglicht es mir, ältere Projekte aufzuarbeiten und zu dokumentieren.
Projektbeschreibung
Im Sommer 2024 habe ich im Rahmen des Moduls „Gesellschaft, Wirtschaft, Entrepreneurship“
die erste Version meiner eigenen Portfolio-Website unter tariwiencke.de konzipiert und
programmiert. Ein wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel beschreibt Version 1 dieser
Website – gebaut mit Jekyll und gehostet bei Dogado. Die Seite, auf der du diesen Artikel
gerade liest, ist eine vollständige Neuentwicklung mit Next.js und MDX und unterscheidet
sich technisch sowie im Design deutlich von dieser ersten Version. Dieser Artikel ist also
eine Rückschau auf den Anfang.
Konzept: Warum eine eigene Website?
Der Ausgangspunkt war die Frage, wie ich einen digitalen Austausch mit der Öffentlichkeit über Themen wie Entrepreneurship, Informations- und Kommunikationssysteme und die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) ermöglichen kann. Gleichzeitig wollte ich meine bisherigen Projekte dokumentieren, um mir als Entwickler eine eigene Marke aufzubauen.
Als Inspiration diente mir die Website des Softwarehauses Sandstorm Media GmbH. Die Anforderungen an die Website habe ich mir über User Stories klar gemacht – unter anderem:
- Als potenzieller Auftraggeber möchte ich eine Übersicht über umgesetzte Projekte haben, um die Fähigkeiten von Tari einzuschätzen.
- Als Interessierter für nachhaltige, soziale und kreative Themen möchte ich Artikel zu diesen Themen lesen.
- Als Besucher möchte ich eine Kurzvorstellung der Person, ein Impressum und weitere Kanäle wie Instagram und GitHub finden.
- Als Interessierter möchte ich einen Newsletter abonnieren, um keine neuen Artikel zu verpassen.
Technische Umsetzung: Domain, Hosting und Jekyll
Die Frage nach Domain und Hosting hatte sich für mich bereits erledigt: Ich hatte schon ein
E-Mail-Postfach bei Dogado und damit auch die Domain tariwiencke.de. Für 4,99 € im
Monat waren drei Domains, Speicherplatz für die Website und ausreichend Postfächer
enthalten – ein überarbeitetes, übersichtliches Interface mit einer Expertenansicht für
mehr Einstellungsmöglichkeiten inklusive.
Bei der Software habe ich mich bewusst gegen Baukastensysteme wie WordPress oder Wix entschieden. Diese sind zwar anwenderfreundlich, aber für eine einfache, statische Website unnötig groß, vergleichsweise langsam, nicht vollständig anpassbar im Design – und kosten laufend Geld. Ich wollte mit grundlegenden Webtechnologien (HTML, CSS) arbeiten, ohne viel Aufwand in die Pflege neuer Inhalte stecken zu müssen. Jekyll war für mich der ideale Kompromiss: Mit Markdown-Dateien und der Jekyll-Engine entsteht daraus eine statische Website – kein Server, keine Datenbank, keine laufenden Kosten außer Hosting.
Design: Minimalistisch mit Wiedererkennungswert
Das Design sollte minimalistisch sein, aber einen Wiedererkennungswert schaffen – und sich auch außerhalb der Website, etwa in Word- und PowerPoint-Dokumenten, konsistent fortsetzen lassen. Entschieden habe ich mich für die Schriftarten M PLUS Code Latin und Bebas Neue, kombiniert mit den Farben leicht verblasstes Schwarz und Orange. Dieses Design habe ich konsequent weitergedacht: Auch meine Studienarbeiten – inklusive der Vorlage des Moduls, in dem dieses Konzept entstand – und eine eigene PowerPoint-Vorlage nutzten dasselbe Farb- und Schriftschema.
Inhalt: Vorstellung, Projekte, Artikel
Inhaltlich sollte die Website aus drei Teilen bestehen: einer persönlichen Vorstellung auf der Startseite, einem Projektbereich, der zeigt, welche Technologien ich beherrsche, und einem Artikelbereich für Themen, die mich interessieren – unter anderem gespeist durch die Inhalte meiner „Freie Lektüre“-Module.
Auf der Startseite gab es ein Foto von mir und eine Kurzvorstellung als Full-Stack-Entwickler. Unter „SCHAU MAL!“ fanden sich Artikel und Projekte, unter „KONTAKT“ meine E-Mail-Adresse und unter „SOCIAL MEDIA“ meine Accounts bei Instagram, LinkedIn und GitHub. Zum Start standen zwei englische Artikel aus den Freie-Lektüre-Modulen online; die Projektseite war zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend leer – geplant war dort unter anderem mein erstes Projekt mit dem Kulturamt sowie Veranstaltungen mit dem Novum Kollektiv.
Reflektion
Der größte Mehrwert lag für mich nicht in der Theorie des Moduls, sondern in der Programmierung der Website selbst: Ich konnte mein Wissen über Webentwicklung vertiefen und endlich eine eigene Marke als Programmierer aufbauen. Mir hatte bis dahin ein Medium gefehlt, um vergangene Projekte aufzuarbeiten und zu reflektieren – mit der Website hatte ich dieses Medium gefunden.
Zu kurz kam dagegen die quellengestützte Auseinandersetzung mit der Rolle von Entrepreneurship in der Gesellschaft – gerne hätte ich etwa die ökonomische Schule (Schumpeter) der soziologischen gegenübergestellt. Auch fehlte der Austausch im Team, da ich zu diesem Zeitpunkt kein eigenes Modul-Team hatte. Stattdessen hatte ich diese Fragen aber schon länger mit verschiedenen Akteuren der Bremerhavener Kulturszene diskutiert – und darüber meine eigene Rolle als Unternehmer in der Gesellschaft gefunden.
Was ich gelernt habe
Eine statische Website mit Jekyll ist ein guter Einstieg ohne laufende Kosten. Ohne Server, Datenbank oder Baukasten-Abo ließ sich mit Markdown und einer einfachen Templating-Engine schnell eine performante, vollständig im Design anpassbare Website aufbauen.
Konsistentes Design über alle Kanäle zahlt sich aus. Die Entscheidung, Schriftarten und Farben nicht nur für die Website, sondern auch für Dokumente und Präsentationen festzulegen, hat meiner Außendarstellung schon früh einen roten Faden gegeben.
Eine eigene Website ist das fehlende Medium, um Projekte zu verarbeiten. Erst mit der Website hatte ich einen Ort, um vergangene und laufende Projekte zu dokumentieren – eine Lücke, die ich vorher lange nicht schließen konnte.
Fazit
Mit tariwiencke.de v1 war der Grundstein gelegt: eine eigene Domain, eine performante
Jekyll-Seite im Sandstorm-Media-inspirierten Design aus M PLUS Code Latin, Bebas Neue,
Schwarz und Orange – und zwei erste veröffentlichte Artikel. Die Projektseite war zu diesem
Zeitpunkt noch eine Baustelle, aber die Richtung war klar: Projekte wie das Novum Kollektiv,
ZAPPZARAPP, DEEP QUEST und später Kulturdepot sollten hier ihren Platz finden.
Aus dieser ersten, schlanken Jekyll-Version ist inzwischen eine komplette Neuentwicklung mit Next.js und MDX geworden – mit genau dem Ziel, das schon damals formuliert wurde: ein Ort, an dem ich meine Projekte dokumentiere und reflektiere. Dieser Artikel selbst ist ein Teil davon.